Aussehen:

Bereits Mitte des 19. Jhd. gab es verschiedene Zuchtmaßnahmen, den Genpool des Mopses zu vergrößern. Es wurden Möpse aus Russland und China in die Zucht geholt, um die Rasse Mops durch Blutauffrischung wieder neu zu beleben.
Weiterhin gab es die Zuchtrichtung 'altdeutscher' Mops, der durch die Einkreuzung von Kurzhaarpinschern entstanden war. In rückgezüchteter Form sind auch diese Mopshunde altdeutschen Schlags als Möpse eingetragen, ausgestellt und bewertet worden.

Wie zu sehen ist, gab es auch damals verschiedene Bestrebungen, die Rasse Mops, die in eine prekäre Lage geraten war,  zu einer gemäßigteren Form von mehr Lebensqualität zurück zu führen. Es steht geschrieben, dass das Aussehen der verschiedenen Zuchtbemühungen differierte.

Die IG Mops legt größten Wert auf die Schaffung einer möglichst breiten genetischen Basis. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Revidierung der den Mops stark belastenden Aussehensmerkmale. In Folge dieses Grundsatzes verlangt die IG Mops  in der Zeit der ersten Generationen der Zuchtarbeit nicht, dass Exemplare wegen Merkmalen, die sie nicht bzw. nicht maßgeblich in ihrer Lebensqualität beeinträchtigen, aus der Zucht genommen werden. In diesem frühen Stadium der Rückzuchtarbeit sollen ein einheitliches Erscheinungsbild und einzelne Aussehensmerkmale hintenan stehen.
 


Die IG Mops akzeptiert Erscheinungsweisen, die den Mops zugunsten seiner Lebensqualität heraus führen aus seiner ins Extrem gezüchteten Form. Diese für die Möpse oft sehr leidensvolle Erscheinungsform zeigt sich in verengten Atemwegen, platten Schnauzenformen, riesigen Glubschaugen, dicken Nasenfalten, kurzen Hälsen, kurzen Rücken, kurzen Beinen, bulliger Figur oder losem Bindegewebe.

Die IG Mops unterstützt die Erscheinungsform, der ein Mitglied folgt, so diese eine Relativierung der oben beschriebenen extremen Aussehensmerkmale auf Grundlage einer Erweiterung des Genpools vorsieht. Die einzelnen Züchter  bemühen sich, mit ihren Nachzuchten die jeweilige Erscheinungsform zu erfüllen.

 
 
 
 
Hier sei auf den bekannten Hundezüchter Dr. Dieter Fleig verwiesen, der in seinem Buch 'Technik der Hundezucht' immer wieder auf die Reihenfolge der Wichtigkeit der Auswahlkriterien in der Hundezucht hinweist:

Gesundheit, Intelligenz, Leistungsfähigkeit und dann erst Schönheit.
 
 
 
   
   
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