Allgemeine Informationen

Der Mops der heutigen Zeit ist leider viel zu oft sehr arm dran. Zu viele Vertreter dieser Rasse leiden unter ihrer extremen Erscheinung:

Die Atemwege sind zu eng und/oder  deformiert, so dass das Atmen oft eine quälende Anstrengung ist.

Die Schnauzen sind zu kurz. Dadurch fehlt Platz und es gibtVerwachsungen der Atemwege, die die Atmung ebenfalls behindern. Oftmals ist das Gaumensegel zu groß oder verdickt.

Beides führt zu ständig angestrengtem Luftziehen, oft begleitet von  rasselnden Atemgeräuschen, und weiterhin zu einer weiteren Verschlechterung der Atemwegssituation durch Anschwellen und Verdickung des Gewebes.

Durch den niedrigen Sauerstoffgehalt im Blut wird in der Niere die Bildung eines Hormons (EPO) vermehrt angeregt. Dieses Hormon führt zu einer erhöhten Produktion der roten Blutkörperchen und dadurch steigt das Risiko der Bildung von Blutgerinnseln.

Die ohnehin schon schlimme Situation der Sauerstoffversorgung wird durch warme Temperatur, Anstrengungen oder Stress verschlimmert und kann zu Ohnmacht und Erstickungsanfällen - bis hin zum Tod - führen. In fortgeschrittenen Fällen kann das auch ohne äußere Einflüsse eintreten. Eine verengte Luftröhre kann kollabieren.

Auch bieten diese platten Schnauzen mit den ebenso kurzen Nasen zu wenig Raum für Schleimhäute,  die somit ihre Aufgabe, die Luft zu filtern um vor Infektionen zu schützen, nicht erfüllen können.

Die Nasenmuscheln in diesen kurzen Schnauzen sind derart verkleinert und kaum belüftet, so dass eine Regulierung der Körpertemperatur beeinträchtig wird.

Zudem können solch platte Schnauzen kein Schutzpuffer für die Augen sein, die sehr großem Verletzungsrisiko ausgesetzt sind.

Über der Nase sitzt zu oft eine dicke Nasenfalte, deren Haare die Augen reizen, die über den Nasenspiegel hängt und diesen zudrückt und unter der sich oft quälend  juckende Ekzeme bilden.

Die riesigen Glubschaugen stehen weit vor, was Entzündungen und Verletzungen Vorschub leistet.

Das Bindegewebe ist oft schwach. Damit einher geht ein insgesamt schwacher Bänderapparat, was zu einer Schädigung der Gelenke führen kann.

Rücken und Hals sind oftmals sehr kurz, die gesamt Figur oft sehr stämmig. Dies hindert den Mops in seiner Bewegungsfähigkeit.

 
 
 
Vor diesen Tatsachen kann man seine Augen nicht verschließen. Es dringendst nötig, den vielen Problemen, unter denen die Rasse Mops zu leiden hat, entgegen zu wirken.

Die IG Mops hält, um einen sich auf breiter Ebene durchsetzenden und langfristigen Erfolg bei der Verbesserung der Lebensqualität des Mopses zu erreichen, die Schaffung eines möglichst breiten und vielfältigen Genpools für unverzichtbar.

Wenn bei  vielen Tieren einer Rasse ein existentielles Bedürfnis, nämlich genug Sauerstoff, nicht erfüllt ist, ist das eine unbeschreibliche Misere. Einzelne Zuchtrichtungen, die sich dem Ziel von weniger Leid für den Mops durch einen größere Genvielfalt verschrieben haben, sind ein positiver und äußerst begrüßenswerter Anfang.

Im Hinblick auf die Misere der Rasse Mops, die neben dem brachycephalen Syndrom an einer Vielzahl weiterer Erkrankungen zu leiden hat, sollten alle, die zu der Überzeugung gelangt sind, dass eine dauerhafte Verbesserung der Lebensqualität für den Mops nur über die Schaffung größerer Genvielfalt zu erreichen sein wird, an einem Strang ziehen und ihre Möglichkeiten in ein wohlwollendes Miteinander einbringen.

Dabei ist jeder Züchter frei in seinen Zuchtplanungen und -entscheidungen. Voraussetzung ist, dass diese mit der Zielsetzung der IG Mops konform gehen.
Jeder Züchter arbeitet absolut selbstverantwortlich.

 
 
 
 
   
   
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